zurück zur Startseite

20. Mai 2026

Binnenvertriebene 2025

Vorbemerkung

Binnenvertriebene (auch Binnenflüchtlinge, intern Vertriebene, IDPs/Internally Displaced Persons) sind Personen, die aufgrund von bewaffneten Konflikten, allgemeiner Gewalt oder Menschenrechtsverletzungen gezwungen wurden, ihre Heimat oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort zu verlassen, dabei aber keine internationale Grenze überschritten haben (vgl. Guiding Principles on Internal Displacement).

Personen, die durch Natur- und vom Menschen verursachte Katastrophen innerhalb ihres Landes flüchten mussten, sind in diesem Artikel nicht berücksichtigt.

Manche Vertreibungen sind vorübergehender Natur und die Personen können nach einiger Zeit wieder an ihren Wohnort zurückkehren. In anderen Fällen ist eine Rückkehr über längere Zeit oder dauerhaft nicht möglich. Vertriebene können in Flüchtlingslagern, bei Verwandten und Bekannten oder in anderen Dörfern und Städten Zuflucht gefunden haben. Viele von ihnen leben unter äußerst prekären Bedingungen. Immer wieder kommt es auch vor, dass Personen mehrfach vertrieben werden.

Datenquellen für die Zahl von Binnenvertriebenen sind IDMC (Internal Displacement Monitoring Centre) und UNHCR. IDMC veröffentlicht Daten zur Zahl der intern Vertriebenen am Jahresende und zu den Vertreibungen während des letzten Jahres in allen Staaten. UNHCR stellt Daten zu Binnenvertriebenen am Jahresende und für das aktuelle Jahr auch zu Jahresmitte bereit – allerdings nur für Staaten, in denen UNHCR bezüglich Binnenflüchtlingen aktiv ist („IDPs of concern to UNHCR“). Die Angaben von IDMC und UNHCR weichen allerdings für einige Staaten deutlich voneinander ab.

In diesem Artikel wurden die Zahlen von IDMC verwendet.

Generell muss festgehalten werden, dass die tatsächliche Zahl von Binnenvertriebenen nur schwer festzustellen ist (siehe auch Anmerkungen). Alle Daten sind daher als Schätzungen zu betrachten.

Neue Binnenvertreibungen

Die folgenden Daten beziehen sich auf durch Gewalt, Konflikte und Menschenrechtsverletzungen verursachte innerstaatliche Vertreibungen im jeweiligen Jahr (die Dauer der Vertreibung oder eine eventuell danach stattgefundene Rückkehr spielt dabei keine Rolle).

Da Menschen auch mehrfach vertrieben worden sein können, darf die Zahl der Vertreibungen nicht mit der Zahl der vertriebenen einzelnen Personen gleichgesetzt werden.

Im Laufe des Jahres 2025 wurden 32,3 Millionen neue Binnenvertreibungen registriert. Das war ein neuer Höchstwert an jährlichen Vertreibungen.

Fast ein Drittel davon entfiel auf den Iran. Im Zuge der Angriffe Israels auf Ziele im Iran im Juni 2025 wurden die BewohnerInnen Teherans von Israel und US-Präsident Trump aufgefordert, die Stadt zu verlassen. 10 Millionen Menschen suchten in der Folge vorübergehend in anderen Landesteilen Schutz.

Grafik: Binnenvertreibungen 2009–2025 6,5 2,9 3,5 6,6 8,2 11,3 8,9 8,3 11,8 10,8 8,5 9,8 14,4 28,5 20,7 20,2 32,3 2009 '10 '11 '12 '13 '14 '15 '16 '17 '18 '19 '20 '21 '22 '23 '24 2025 Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertreibungen weltweit pro Jahr in Millionen Binnenvertreibungen 2009 – 2025

Die meisten neuen innerstaatlichen Vertreibungen gab es 2025 im Iran (10 Millionen), in der Demokratischen Republik Kongo (9,7 Millionen), in Palästina (2,8 Millionen) und im Sudan (1,7 Millionen).

Grafik: Binnenvertreibungen 2025 Somalia 0,2 Burkina Faso 0,3 DR Kongo 9,7 Kolumbien 0,4 Äthiopien 0,4 Haiti 1,0 Iran 10,0 Kambodscha 0,8 Myanmar 0,6 Mosambik 0,3 Nigeria 0,4 Pakistan 0,3 Palästina 2,8 Sudan 1,7 Südsudan 0,9 Syrien 0,5 Thailand 0,6 Zahl der Vertreibungen: mehr als 1 Mio. mehr als 500 Tsd. mehr als 200 Tsd. Datenquelle: IDMC Staaten mit mehr als 200.000 Binnenvertreibungen im Laufe des Jahres und Zahl der Vertreibungen in Millionen Binnenvertreibungen 2025
Grafik: Binnenvertreibungen 2025 10 000 Tsd. 9 748 2 756 1 733 977 864 821 633 573 531 394 354 353 339 316 251 214 168 168 166 947 andere Staaten Niger Ukraine Afghanistan Somalia Pakistan Burkina Faso Mosambik Äthiopien Nigeria Kolumbien Syrien Myanmar Thailand Kambodscha Südsudan Haiti Sudan Palästina DR Kongo Iran Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertreibungen im Laufe des Jahres in Tausend Binnenvertreibungen 2025

Im Osten der DR Kongo eroberte die von Ruanda unterstützte Rebellengruppierung M23 2025 neue Gebiete und nahm wichtige Städte ein.

Der Großteil der 2,8 Millionen Vertreibungen in Palästina wurde durch Luftangriffe, Evakuierungsaufrufe und Bodenoffensiven der israelischen Streitkräfte im Gaza-Streifen verursacht. Viele BewohnerInnen wurden bereits mehrfach vertrieben.

Im Sudan, wo 2023 ein Bürgerkrieg zwischen sudanesischer Armee und den paramilitärischen Einheiten der RSF (Rapid Support Forces) ausgebrochen war (wobei mittlerweile auch andere bewaffnete Gruppierungen beteiligt sind), war 2025 insbesondere der Bundesstaat Norddarfur betroffen (z.B. die Zerstörung des IDP-Camps Zamzam oder die Einnahme der lange belagerten Hauptstadt al-Faschir durch die RSF).

Ein Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha führte 2025 auf beiden Seiten zu einer Vielzahl an Evakuierungen und Vertreibungen.

In Haiti waren Gewalt und Kriminalität von bewaffneten Banden für etwa eine Million Binnenvertreibungen verantwortlich.

Grafik: Entwicklung der Zahl der Binnenvertreibungen 2016–2025 10,0 0,8 9,7 0,6 3,4 2,8 1,3 0,6 6,0 1,7 2,9 0,5 1,0 0,4 0,9 16,9 0,2 Kambodscha Thailand Myanmar Syrien Kolumbien Ukraine '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 Iran DR Kongo Palästina Sudan Haiti Südsudan '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 8 Mio. 10 Mio. 12 Mio. 14 Mio. 16 Mio. 18 Mio. 0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 8 Mio. 10 Mio. 12 Mio. 14 Mio. 16 Mio. 18 Mio. Anmerkung: dargestellt sind Staaten mit den meisten Binnenvertreibungen 2025 bzw. im gesamten Zeitraum 2016 – 2025 Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertreibungen im jeweiligen Staat pro Jahr in Millionen Entwicklung der Zahl der Binnenvertreibungen 2016 – 2025

Die Demokratische Republik Kongo war in den letzten 10 Jahren stets entweder der Staat mit den meisten (2020, 2024) oder zweitmeisten Vertreibungen weltweit.

Grafik: Staaten mit den meisten Binnenvertreibungen 2009–2025 3 000 1 000 530 400 400 2 177 1 304 1 100 1 003 975 1 847 1 672 1 052 513 461 5 346 3 778 3 217 1 232 1 056 490 400 400 300 300 2 175 1 300 1 114 942 737 2 209 1 822 1 692 592 515 10 000 9 748 2 756 1 733 977 1 000 498 350 190 186 Tsd. 2 148 922 659 653 501 5 142 2 712 723 682 549 2 400 1 000 500 500 412 2 911 2 166 1 379 857 725 16 870 4 004 2 032 1 006 621 3 500 1 000 935 470 470 2 895 1 840 1 649 578 541 6 039 3 772 3 436 1 298 794 2024 2025 2019 2020 2021 2022 2023 2014 2015 2016 2017 2018 Sudan Nigeria Zentralafr. Rep. DR Kongo Syrien Nigeria Somalia Syrien DR Kongo Äthiopien Äthiopien Myanmar Palästina DR Kongo Sudan Pakistan Indien Sudan DR Kongo Syrien Äthiopien Südsudan Irak DR Kongo Syrien Somalia Myanmar Äthiopien DR Kongo Ukraine Afghanistan Pakistan Südsudan Libyen Côte d’Ivoire Nigeria Afghanistan Irak DR Kongo Syrien Somalia Burkina Faso Afghanistan DR Kongo Äthiopien Kirgisistan Somalia DR Kongo Pakistan Sudan Nigeria Ukraine Irak Syrien Jemen Burkina Faso Mosambik Äthiopien Syrien DR Kongo Haiti Sudan Palästina DR Kongo Iran 2009 2010 2011 2012 2013 Philippinen Somalia Sudan DR Kongo Pakistan Nigeria DR Kongo Syrien Südsudan Irak Afghanistan Burkina Faso Äthiopien DR Kongo Syrien Libanon Myanmar Palästina Sudan DR Kongo Datenquelle: IDMC Top 5 Staaten mit den meisten Binnenvertreibungen im jeweiligen Jahr und Zahl der Binnenvertreibungen in Tausend Staaten mit den meisten Binnenvertreibungen 2009 – 2025

Internationale Konflikte (vor allem die Konflikte Israel-Iran, Israel-Palästina, Thailand-Kambodscha, Russland-Ukraine, Pakistan-Afghanistan, Pakistan-Indien) waren 2025 die Ursache für fast 15 Millionen Vertreibungen.

Auf innerstaatliche Konflikte waren 13 Millionen neue Vertreibungen zurückzuführen (insbesondere in der DR Kongo und im Sudan).

Vertreibungen durch kommunale Ausschreitungen wurden vor allem in der DR Kongo und im Südsudan beobachtet, durch kriminalitätsbezogene Gewalt insbesondere in Haiti und Nigeria.

Grafik: Gründe für Binnenvertreibungen 2025 14,75 Mio. 13,21 2,42 1,19 0,73 46 % 41 % 8 % andere/unbekannte Gründe kommunale Gewalt kriminalitätsbezogene Gewalt innerstaatliche bewaffnete Konflikte internationale bewaffnete Konflikte 161 125 10 000 Tsd. 821 2 754 633 168 316 7 664 Tsd. 160 339 573 166 131 228 1 733 531 533 143 321 284 Tsd. 242 977 Tsd. 137 Nigeria Haiti Südsudan DR Kongo Nigeria Zentralafr. Rep. Kolumbien Niger Pakistan Burkina Faso Äthiopien Mosambik Syrien Südsudan Myanmar Sudan DR Kongo internationale Konflikte innerstaatliche Konflikte kommunale Gewalt kriminalitätsbezogene Gewalt Indien Afghanistan Ukraine Thailand Kambodscha Palästina Iran Anmerkung: angeführt sind nur Staaten, in denen es bei der jeweiligen Ursache mehr als 100.000 Vertriebungen gab Datenquelle: IDMC Zahl der durch die jeweiligen Gründe verursachten internen Vertreibungen insgesamt in Millionen bzw. in einzelnen Staaten in Tausend Gründe für Binnenvertreibungen 2025

Binnenvertriebene Personen

Die Daten in diesem Abschnitt beziehen sich auf die Gesamtzahl der binnenvertriebenen Personen am Jahresende. Das Ereignis, das die Vertreibung ausgelöst hat, kann bereits länger zurückliegen.

Veränderungen in der Zahl der Binnenvertriebenen im Laufe der Jahre sind auf neue Vertreibungen, die Rückkehr von Vertriebenen an ihren Herkunftsort oder die Flucht von intern Vertriebenen ins Ausland zurückzuführen. Durch die Verlagerung von Kampfgebieten kann sich gleichzeitig für einige Personen die Chance zur Rückkehr, für andere jedoch die Notwendigkeit zur Flucht ergeben. Es ist zu beachten, dass auch verbesserte Datenerfassungen zu einer Zu- bzw. Abnahme oder fehlende Aktualisierungen zu scheinbar gleichbleibenden Zahlen führen können.

Für die Jahre vor 1990 liegen keine und dann bis 2008 nur unvollständige Daten zu Binnenvertriebenen weltweit vor.

Ende 2025 gab es nach Angaben von IDMC weltweit 68,7 Millionen Binnenvertriebene, um rund fünf Millionen weniger als Ende 2024.

Grafik: Binnenvertriebene 2009–2025 25,0 25,0 22,4 26,4 33,3 37,9 40,5 38,9 39,4 40,6 44,6 47,1 52,1 61,2 67,3 73,6 68,7 2009 '10 '11 '12 '13 '14 '15 '16 '17 '18 '19 '20 '21 '22 '23 '24 2025 Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertriebenen weltweit am Jahresende in Millionen Binnenvertriebene 2009 – 2025
Grafik: Binnenvertriebene 1990–2025 68,7 Mio. 0 5 Mio. 10 Mio. 15 Mio. 20 Mio. 25 Mio. 30 Mio. 35 Mio. 40 Mio. 45 Mio. 50 Mio. 55 Mio. 60 Mio. 65 Mio. 70 Mio. 75 Mio. 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020 2025 Datenquellen: IDMC, UNHCR Zahl der Binnenvertriebenen weltweit am Jahresende in Millionen Binnenvertriebene 1990 – 2025

Der Sudan (9,1 Millionen), Kolumbien (7,2 Millionen) und Syrien (6,0 Millionen) waren Ende Dezember 2025 die Staaten mit der höchsten Zahl an Binnenflüchtlingen. Zwischen 3 und 5 Millionen intern Vertriebene hatten Jemen, Afghanistan, die DR Kongo, die Ukraine, Myanmar, Nigeria und Somalia aufzuweisen. In insgesamt 14 Staaten lag die Zahl der intern vertriebenen Personen über einer Million.

Grafik: Herkunftsstaaten von Binnenvertriebenen 2025 Somalia 3,3 Ukraine 3,7 Afghanistan 4,4 Burkina Faso 2,1 DR Kongo 4,3 Kolumbien 7,2 Äthiopien 2,4 Haiti 1,4 Myanmar 3,6 Nigeria 3,5 Palästina 2,0 Sudan 9,1 Syrien 6,0 Jemen 4,8 Zahl der Binnenvertriebenen: mehr als 5 Mio. mehr als 3 Mio. mehr als 1 Mio. Datenquelle: IDMC Herkunftsstaaten mit mehr als einer Million Binnenvertriebener am Jahresende und Zahl der Binnenvertriebenen in Millionen Herkunftsstaaten von Binnenvertriebenen 2025
Grafik: Herkunftsstaaten von Binnenvertriebenen 2025 9 117 Tsd. 7 211 5 964 4 796 4 355 4 276 3 712 3 639 3 496 3 347 2 378 2 063 2 035 1 431 997 954 945 657 593 583 6 104 andere Staaten Bangladesch Tschad Aserbaidschan Südsudan Kamerun Irak Haiti Palästina Burkina Faso Äthiopien Somalia Nigeria Myanmar Ukraine DR Kongo Afghanistan Jemen Syrien Kolumbien Sudan Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertriebenen am Jahresende in Tausend Herkunftsstaaten von Binnenvertriebenen 2025

Am Jahresende 2025 gab es im Sudan, in Syrien und in der Demokratischen Republik weniger intern Vertriebene als ein Jahr zuvor.

Im Sudan war der Rückgang durch die Verringerung bzw. Beendigung von Kampfhandlungen in einigen Gebieten (z.B. auch durch die vollständige Wiedereinnahme der Hauptstadt Khartoum durch die sudanesische Armee) verursacht.

Nach dem Sturz des Regimes von Baschar-al-Assad im Dezember 2024 ging die Zahl der Binnenvertriebenen in Syrien von 7,4 auf 6,0 Millionen zurück.

Im Osten der DR Kongo wurden nach der Einnahme von Gebieten durch die Rebellengruppierung M23 Lager für IDPs geschlossen und dadurch eine erzwungene Rückkehr von zuvor Vertriebenen ausgelöst.

Kolumbien hat als Folge des viele Jahre andauernden Konflikts zwischen der Regierung und nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen immer noch eine sehr hohe Zahl an intern Vertriebenen.

Grafik: Entwicklung der Zahl der Binnenvertriebenen 2016–2025 11,6 9,1 5,9 3,7 7,3 7,2 3,6 7,4 6,0 3,6 3,5 4,8 4,8 3,9 3,3 4,5 4,4 3,9 2,4 6,7 4,3 2,1 2,1 Ukraine Myanmar Nigeria Somalia Äthiopien Burkina Faso '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 Sudan Kolumbien Syrien Jemen Afghanistan DR Kongo '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 '16 '19 '22 '25 0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 8 Mio. 10 Mio. 12 Mio. 0 2 Mio. 4 Mio. 6 Mio. 8 Mio. 10 Mio. 12 Mio. Anmerkung: dargestellt sind Staaten mit den meisten Binnenvertriebenen am Jahresende 2025 Datenquelle: IDMC Zahl der Binnenvertriebenen im jeweiligen Staat am Jahresende in Millionen Entwicklung der Zahl der Binnenvertriebenen 2016 – 2025

In den letzten Jahren war der Staat, der am Jahresende die höchste Anzahl an IDPs aufzuweisen hatte, immer entweder Kolumbien, Syrien oder der Sudan.

Grafik: Staaten mit den meisten Binnenvertriebenen 2009–2025 4,92 4,90 2,76 1,90 1,50 7,60 6,04 3,28 3,10 2,76 6,50 5,58 5,51 3,63 2,99 11,56 7,41 7,26 6,21 4,80 5,20 4,80 2,80 1,70 1,50 6,60 6,27 3,29 3,18 2,51 6,57 5,27 4,92 3,63 3,55 9,12 7,21 5,96 4,80 4,36 5,28 2,60 2,20 1,71 1,46 Mio. 7,25 6,33 3,30 3,03 2,23 6,66 5,34 5,24 4,31 4,29 5,45 3,00 3,00 2,70 2,10 6,78 6,51 4,48 2,62 2,07 6,87 5,91 5,69 4,77 4,52 6,50 5,70 3,30 2,96 2,43 6,12 5,76 3,08 2,65 2,60 9,05 7,25 6,74 5,08 4,52 2024 2025 2019 2020 2021 2022 2023 2014 2015 2016 2017 2018 Sudan DR Kongo Nigeria Kolumbien Syrien Afghanistan Somalia DR Kongo Kolumbien Syrien Jemen Kolumbien DR Kongo Syrien Sudan Irak DR Kongo Sudan Syrien Kolumbien Sudan Irak DR Kongo Kolumbien Syrien Jemen Kolumbien DR Kongo Ukraine Syrien Somalia DR Kongo Sudan Irak Kolumbien DR Kongo Irak Sudan Syrien Kolumbien Jemen Afghanistan Kolumbien DR Kongo Syrien Somalia DR Kongo Irak Sudan Kolumbien Jemen Sudan Irak Kolumbien Syrien Afghanistan Jemen Kolumbien DR Kongo Syrien Afghanistan Jemen Syrien Kolumbien Sudan 2009 2010 2011 2012 2013 Somalia DR Kongo Irak Sudan Kolumbien DR Kongo Sudan Irak Kolumbien Syrien Afghanistan Jemen DR Kongo Kolumbien Syrien Jemen DR Kongo Kolumbien Syrien Sudan Datenquelle: UNHCR Top 5 Staaten mit der höchsten Zahl an Binnenvertriebenen am Jahresende und Zahl der Binnenvertriebenen in Millionen Staaten mit den meisten Binnenvertriebenen 2009 – 2025

Anmerkungen

Die in diesem Artikel verwendeten Daten stammen vom Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC). IDMC sammelt und analysiert Daten zu Personen, die durch Konflikte und Gewalt (internationale und innerstaatliche Kriege, Unruhen, Kriminalität) oder durch Klima- und Wetterereignisse (Wirbelstürme, Dürren, Waldbrände, Erdrutsche) oder Naturereignisse (Erdbeben, Vulkane) vertrieben wurden.

Auf der IDMC-Webseite sind Daten zu Vertreibungen und Vertriebenen in den einzelnen Staaten ab 2008 verfügbar. Auf der UNHCR-Webseite (Refugee Data Finder) können zudem Daten von IDMC ab 1990 über die Binnenvertriebenen am Jahresende abgerufen werden.

Die Erfassung der Zahl der intern vertriebenen Personen ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. In vielen Fällen existieren keine nationalen Statistiken zu Binnenvertriebenen. Die Daten stammen oft von internationalen und nationalen Organisationen, die in den jeweiligen Krisengebieten vor Ort sind. Der Zugang zu einigen Konfliktregionen ist jedoch manchmal aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Vertreibungen einzelner Personen oder kleinerer Gruppen können oft nur schwer erfasst werden.

Die Genauigkeit der Daten hängt auch davon ab, ob und wie häufig diese aktualisiert werden. Insbesondere, wenn die Vertriebenen nicht in Flüchtlingslagern leben oder regelmäßig Hilfsleistungen erhalten, ist es schwierig nachzuverfolgen, was weiter passiert: ob sie etwa mittlerweile zurückgekehrt sind, ins Ausland geflüchtet sind, oder ob sie vielleicht gar nicht mehr die Absicht haben, an den Herkunftsort zurückzukehren.

Die Daten wurden am 12.5.2026 von der Webseite von IDMC abgerufen.